Songtextportfolio

Tilman Döring

Inhalt

 

Niezufriedenmann
Interpret: Tilman Claas; Genre: Indie-Pop

Malou
Interpret: Tilman Claas; Genre: Indie-Pop

Second life
Interpret: Tilman Claas; Genre: Indie-Pop

Im Falle des Falles
Interpret: Tilman Döring; Genre: HipHop

Manchmal
Interpret: Tilman Döring; Genre: HipHop

Wir geben nicht auf feat. 4 Reeves
Interpreten: Terry Reeves, Tilman Döring, Shary Reeves; Genre: HipHop I Pop
Veröffentlicht: Arsch Huh 2012
http://www.arschhuh.de/album-2012/

Niezufriedenmann

 

Text: Tilman Döring / Tilman Claas
Musik: Tilman Claas

 

Strophe 1:
Die Zeit ist schnell vergangen / und die Gegenwart entstellt
sie hat drei Augen und fünf Beine / und ein eklig dünnes Fell
von den Dächern weht ihr Atem / durch mein Fenster in die Nacht
die irgendwie auch nicht nur / mir allein gehört

Refrain 2x:
Der kleine Ichbinniezufriedenmann / wohnt in meinem Kopf und wann
weiß er endlich / dass wir glücklich sind

Strophe 2:
doch dann sitzen wir zusammen / er trinkt Kaffee und ich schweig
und meine letzte Zigarette / war nicht die letzte für uns zwei
aus drei wird fünf Uhr morgens / und aus uns ein altes Paar
doch außer ihm und mir / ist leider nichts mehr da

Refrain 2x:
Der kleine Ichbinniezufriedenmann / wohnt in meinem Kopf und wann
weiß er endlich / dass wir glücklich sind

Bridge

Refrain 2x:
Der kleine Ichbinniezufriedenmann / wohnt in meinem Kopf und wann
weiß er endlich / dass wir glücklich sind

 

Malou

 

Text: Tilman Döring
Musik: Tilman Claas

 

Strophe 1:

Lass die Dummheit regier’n bis der Morgen anbricht
lass den Sinn uns verlier’n bis der Geist uns erlischt
und das Schunkeln tut gut und der Geist wärmt die Glieder
ich mag deinen Hut und das bunte Gefieder
ich mag diesen Schnickschnack, die Tröten, den Lärm
ich mag das Gesabber will mich nicht beschwer’n
will nirgends nur hier sein, denn nirgends ist’s schöner
ich liebe das Leben – ich liebe die Höhner

Refrain:
Spiel mir den Walzer und sing mir dazu
lass uns schunkeln und lachen und feiern, Malou
ich brauch das Getue, ich brauch das Geschwätz
auch wenn ich’s verfluche, ich brauche es jetzt

Strophe 2:
Ich fass dir auch gern an die Schultern, Malou
lauf dir gern hinterher, ich gehör’ gern dazu
nichts liegt mir ferner, als dir ferner zu sein
denn wer mag es schon traurig und wer ist gern allein
jedes Lied ist das Erste, die Coverband kokst
ich lieb dich und scherze und scheiß auf den Tod
das Leben ist lustig, das Reden tabu
ich geh als Bauer und du gehst als Kuh

Refrain:
Spiel mir den Walzer und sing mir dazu
lass uns schunkeln und lachen und feiern, Malou
ich brauch das Getue ich brauch das Geschwätz
auch wenn ich’s verfluche, ich brauche es jetzt

Strophe 3:
Ich lach und ich lach doch ich freu’ mich nicht wirklich
ich will nur noch das, mach’s mit dir auf dem Biertisch
jede Zelle ist glücklich, jeder Tropfen ein Trost
und für einmal gelacht, gibt’s ein dreifaches Prost
ich trinke den Freundsaft auf den Rausch und die Freundschaft
ein Haufen Promille und es laufen Pupillen
es tränen die Augen vor Freude und Glück
ich denk an zu haus doch komm wohl nie mehr zurück

 

Second life

Second life

Text: Tilman Döring / Tilman Claas
Musik: Tilman Claas

 

Strophe 1:
Ich renn’ durch Wiesen und Täler / ohne müde zu werden
mich kennt niemand und jeder / leb’ ohne Grüße zu ernten
bin Topstar und Model / meine Frau heißt Beate
sie ist Topstar und Model / und ne echte Granate
hab’n Kind und vier Häuser / ne Jacht und zwei Meere
im Winter nen Feuer / und heut Nacht ne Affäre
doch was musste ich dafür geben?
mein bisheriges Leben

Refrain 2x:
Hör auf du selber zu sein / sei wer anders
dir helfen musst du allein / also sei jemand anders

Strophe 2:
Ich tanz auf Bergen und flieg / flieg hinein in die Nacht
in ein Meer aus Musik / doch bleib ich erdacht
bin beliebt und hab Freunde / es werden jeden Tag mehr
bin verliebt hab ‘ne Freundin / und ständig E-Mail Verkehr
hab ‘nen traumhaften Körper / und so viele Gesichter
hunderttausend Verehrer doch waswaswaswaswaswas
musste ich dafür geben?
mein wertloses Leben

Refrain 2x:
Hör auf du selber zu sein / sei wer anders
dir helfen musst du allein / also sei jemand anders

i love i love i love i love i love …. my second life

 

Im Falle des Falles

Text: Tilman Döring
Musik: Ruperts Kitchen Orchestra

 

Strophe 1:
Ich hab die Welt schon nicht verstanden / als ich noch die Hälfte sah
ein Steppke in den Landen / zwischen Liaison und Heldenbar
ich mein’ zwar zu versteh’n / was mir das Leben gab
doch trotz Scheinwerferlicht / seh’ ich weniger als selten klar
das Geld ist zwar / meistens reichlich knapp
doch wenn ich meine Freunde seh’ / dann weiß ich was ich hab’
denn alles was ich mach / das mach ich einfach weil
all die Liebe in euch / meine Leidenschaft entfacht
und manchmal, wenn der Regen sich / im dichten Grau verfängt
glaub’ ich, ich hab eben / meinen Lebenstraum verschenkt
im Rausch versinkt die Nacht / und mein letzter großer Held hat
seine Kür getan / und sich soeben an den Baum gehängt
außen Topits / doch von innen verkackt
bleib nur noch die Frage / was wohl dieser Winter macht
die Jacke war zu teuer / doch bleibt sie leider umsonst
auf Kacke gibt’s jetzt Steuern / und für Liebe kein Pardon

Refrain 2x:
Im Falle des Falles / ist der Fall wie ein Flug
und im Falle des Fliegens / jeder Halt nur Betrug
jeder Tag auf festem Boden / wie ein kalter Entzug
dazu sag ich mein Freund / alles wird gut

Strophe 2:
Verloren in ‘ner Zwischenwelt / ist was künftig zählt
nicht das, was man allgemein für vernünftig hält
es ist meistens dunkel / höchstens mal ’nen Stündchen hell
doch ich will hier nicht raus / erst recht nicht für ein Bündel Geld
hab den Zeigern der Zeit / heut’ den Laufpass gegeben
mich von der Scheiße befreit / und tauch ab im Regen
ständig unterwegs / auf lautstarken Wegen
schwirre ich umher / und führ’ ein Kaulquappenleben
jedes Stadium meiner Existenz ist nur ein Zwischenhalt
vom blinden Findelkind / zur größ’ren Lichtgestalt
es ist manchmal nicht leicht / ihr wisst ja selber wie’s ist
man springt nackt in den Teich / und endet selber als Fisch
und so seltsam es scheint / es scheint doch immer dasselbe
was zwei Welten vereint / ist von beiden die Hälfte
so schwebe ich gefangen / zwischen den Realitäten
hab’ mein Wesen verbannt / und mein Schicksal vergeben
es ist bitter zu sehen / was hier glitzert sind Tränen
doch das hält mich nicht ab / einen kleinen Schritt noch zu geh’n
mein Held liegt im Grab / es ist kein Ritter zugegen
und kein heiliger Papst / bringt mich auf sichere Wege
ich lebe mein Leben / meistens weg und ungezwung’n
doch scheint es mir / es ist eigentlich nur Unvernunft
neben vielen kleinen / ist mir nie der große Sprung gelung’n
doch allein schon hier zu sein / ist für alles Grund genug
im Falle des Falles / ist der Fall wie ein Flug
und im Falle des Fliegens / jeder Halt nur Betrug
jeder Tag auf festem Boden / wie ein kalter Entzug
Laufen ein Versuch / während ich die Altlasten trug
und jeder Schritt zur Menschlichkeit / scheint unendlich weit
und ich weiß, dass es nicht reicht / wenn ich mich erkenntlich zeig
doch was letztendlich bleibt / ist nur diese eine Frage
wann bin ich endlich frei / —————————-

Refrain 4x:
Im Falle des Falles / ist der Fall wie ein Flug
und im Falle des Fliegens / jeder Halt nur Betrug
jeder Tag auf festem Boden / wie ein kalter Entzug
dazu sag ich mein Freund / alles wird gut

 

Manchmal

Manchmal

Text: Tilman Döring
Musik: Alex Weis
Vocals: Tilman Döring

 

Strophe 1:
Manchmal dreht sich das Leben in nur einer Sekunde
um hundertachtzig Grad / manchmal drehst du dich im Kreis
und manchmal drehst du am Rad / manchmal verstehst du’s nicht
doch aufgeben / – im Leben nicht
manchmal versteh ich die Regeln nicht / manchmal mach ich sie selbst
manchmal bin ich verlegen / manchmal verleg ich mich selbst
manchmal geht mir das Schreiben / gehörig gegen den Strich
und manchmal bin ich selbst dran Schuld / aber wirklich nur gelegentlich
manchmal ich mich auf / und dann regnet sich’s ein
in mei’m kleinen Zuhause / und dann red ich mir ein
es sei die größte Strafe / am Leben zu sein
doch warum, wenn man weiß / es geht doch ‘rum mit der Zeit
ist dein Selbstvertrau’n noch so schrumplig und klein
und bist du echt der Meinung / du bist zu dumm für den Scheiß
alles Unsinn  oder Mumpitz / oder Wumpe egal
komm kuscheln / und wir humpeln zu zweit

Refrain 2x:
Manchmal gehst du nach links / doch du weißt nicht so recht
manchmal gehst du nach rechts / und stellst fest, dass es stinkt
manchmal versinkst du um Sumpf / und versauerst im Leid
doch auch hinken ist Kunst / komm wir trauern zu zweit

Strophe 2:
Manchmal fass ich’s nicht / dann fass ich mir ein Herz
und verlass mich auf dich / und deine Sicht der Dinge
bis ich sie greifen kann / schleifen und erweitern kann
schreiben unter Leistungszwang / und in Geschichten bring’n
wenn der Tag anbricht / dann hilft die Maskerade nicht
schau mir in die Augen, Alter / aber aber nicht
das Leben ist ein Gabentisch / nimm alles was du tragen kannst
keine Angst mein Freund / ich wart auf dich
manchmal, wenn du panisch bist / voll am Arsch oder manisch bist
mach’s wie ich / geh’ raus und vergrab den Mist
Junge änder dich / weil’s gerade einfach Mode ist mal nicht man selbst zu sein
und sonst eh nur / unten anstatt oben ist
so sitz ich an der Haltestelle und wart auf dich / mit zu großer Hose und dem Posterschritt
ich hab dich schon von weiten / und im Dunkel erkannt
Junge nimm meine Hand / und wir humpeln zusamm’

Refrain 2x:
Manchmal gehst du nach links / doch du weißt nicht so recht
manchmal gehst du nach rechts / und stellst fest das es stinkt
manchmal versinkst du um Sumpf / und versauerst im Leid
doch auch hinken ist Kunst / komm wir trauern zu zweit

Strophe 3:
Manchmal ist morgen wie gestern / und manchmal auch nicht
der Döner war auch schonmal besser / nichtmal die Fallafel ist frisch
ich raff es ja nicht / wie schnell die Zeit vergeht
gestern noch Schule / heute schon Meister in Spee
die Zeiger der Uhr / sind nunmal teil der Natur
so wie Scheiße und Schnee / ich meine ja nur
das Leben schreibt nicht immer Liebeslieder / jetzt hast du eine
doch willst lieber die da / fühlst dich wie im Fieber
krank und ausgelaugt / hast tausend Dinge schon probiert
alles schon gemacht / doch immer noch kein Haus gebaut
hashtag läuftbeidirmalnichtsowiegedacht
hashtag keineahnung / hashtag gutenacht
is dein Leben ’nen Flashback / mach’n Update und copy dich selbst
geh raus und rocke die Welt
Bist seit Stunden schon einsam / versumpft vor dem Schweinkram
dann wähl’ meine Nummer / und wir humpeln gemeinsam

Refrain 4x:
Manchmal gehst du nach links / doch du weißt nicht so recht
manchmal gehst du nach rechts / und stellst fest das es stinkt
manchmal versinkst du um Sumpf / und versauerst im Leid
doch auch hinken ist Kunst / komm wir trauern zu zweit

 

Wir geben nicht auf feat. 4 Reeves

Text: Terry Reeves / Tilman Döring / Shary Reeves
Musik: Drew Reeves
Veröffentlicht: Arsch Huh 2012 http://www.arschhuh.de/album-2012/

 

Refrain 1x (Tilman):
Das meiste von dem / macht meisten keinen Sinn
denn von den Meisten hör’n die meisten / meistens leider nicht hin
doch wir kämpfen dafür / auch wenn ihr gegen uns lauft
der klügere gibt nach? / (doch) wir geben nicht auf

Strophe 1:
Terry Reeves

Refrain 2x (Tilman):
Das meiste von dem / macht meisten keinen Sinn
denn von den Meisten hör’n die meisten / meistens leider nicht hin
doch wir kämpfen dafür / auch wenn ihr gegen uns lauft
der klügere gibt nach? / (doch) wir geben nicht auf

Strophe 2:
Tilman Döring

Wir sind mehr als nur wir / im Kampf gegen vier Haken
kreuzen unsere Arme / weil wir nicht nur wir sagen
es ist ziemlich viel passiert / seit neunzehnzweiundneunzig
doch die Gesellschaft ist am Badestrand / immer noch und bräunt sich
all die Farben in den Städten / werden innerlich zu Grauzonen
alles jagen und hetzen / doch statt Geld gibt es nur Braunkohle
alles labert und schwätzt / doch gefährlich ist das Lautlose
mir bleibt der Atem weg / wenn ich da noch weiter aushole
und was ist wenn die Welt / sich einfach nicht mehr dreht
und neben jeder Nettigkeit / ein fetter Schläger steht
die Zeiger steh’n auf Sturm / es scheint schon viel zu Spät
denn der Hass klebt überall / wie ein ätzendes Sekret
das uns alle infiziert / und selbst die Letzten überlebt
wenn nicht endlich was passiert / und mal einjeder überlegt
doch wir kämpfen dafür / auch wenn ihr gegen uns lauft
der klügere gibt nach / doch wir geben nicht auf

Refrain 2x (Tilman):
Das meiste von dem / macht meisten keinen Sinn
denn von den Meisten hör’n die meisten / meistens leider nicht hin
doch wir kämpfen dafür / auch wenn ihr gegen uns lauft
der klügere gibt nach? / (doch) wir geben nicht auf

Strophe 3:
Shary Reeves